Donnerstag, 21:20 Uhr: Ich sitze gerade vorm Fernseher, als mich Thomas von unserer ERU anruft und fragt, ob ich nicht ein Monat lang Zeit hätte. Klar, konnte ich mir vorstellen, dass es sich um Haiti dreht, denn was anderes konnte man aus den Medien nicht entnehmen. Also stand ich vor folgender Entscheidung:
- Wenn ich jetzt nicht gehe, dann vielleicht die nächsten ein- bis zwei Jahre nicht mehr, da ich nicht weiß wohin mich mein Studium führen wird.
- Miriam hat in den nächsten vier Wochen ihre Diplomprüfung, ihre Diplomverleihung, ihren Geburtstag und ihr Diplomgeschenk wollten wir drei Tage lang Ende September einlösen.
Also Thomas erklärt, dass ich ihn in Kürze zurückrufen würde und Miriam die Sache per Telefon erklärt, da sie in Pöchlarn und ich in der Steiermark war. Kurze Zeit später kam ein trauriger Anruf zurück, indem sie meinte ich solle doch gehen…
Freitag, 14:00: Wie schon lange geplant, aber jetzt noch fixer, gings ab nach Pöchlarn, damit mich mein Schatz noch eine Zeit lang sehen kann. Ob wirklich ein Einsatz aus der ganzen Sache wird ist noch unklar, aber es ist mal möglich… Ich war total froh, dass ich Miriam wieder g’sehen hab.
Samstag, gegen 09:00: Ich hab grad meine Mails abgerufen, als mich Jürgen vom ÖRK anrief und meinte, “Sonntag 17:00 im KAT-Zenturm Inzersdorf, Abflug Montag 06:35 über Miami”. Noch schnell Mittagessen in Pöchlarn, dann ab nach Wien zum H&M noch die wichtigsten Dinge besorgen. Während dessen telefonisches “Presse”-Briefing vom ÖRK.
Irgendwann am Abend gabs dann eine recht ruhige Zeit, da ich eigentlich nicht wirklich viel zu packen hatte. Die letzten Überweisungen wurden gemacht, die letzte Wäsche gewaschen und die Wohnung versorgt. Miriam kam nicht mehr nach Wien, dafür aber am Sonntag meine Eltern, Schwester, Schwager und Nichte :) Während der Nacht trudelten immer wieder Infos vom ÖRK ein, die ich durchgeackert habe, bis ich ins Bett gefallen bin…
Sonntag Mittag: Meine Eltern kamen in die Wohnung, ich packte die letzten Dinge und ab gings zum gemeinsamen Mittagessen, bevor sie mich zum KAT-Zentrum in Inzersdorf brachten. Dort gegen 16:00 angelangt gings an die Kontrolle des Equipments und an das Ausfassen des Personalequipments.