Heute hat meine letzte Woche in der Gynaekologie begonnen und Christine und ich haben uns in den Kreissaal gestellt. Als wir dann bei einer Sectio (=Kaiserschnitt :) dabei waren, mussten wir beide fast den OP raeumen, weil uns so schwindlig war – aber sicher nicht von der OP, sondern eher von den 5l Wasser, die zumindest ich am Fussmarsch vom Guesthouse zur Station verschwitzt habe – da haben die 0,5l zum Trinken auch nicht mehr viel gebracht.
Also, was schliessen wir daraus: Es ist sauheiss hier!!!
Ansonsten war das Wochenende sehr unspektakulaer:
Am Freitag und Samstag sind je zwei weitere Stundenten (zwei Paerchen – Miriam, wo bist du!!! :) angekommen, die im September dan famulieren und seit heute ganz Ghana unsicher machen. Viel haben wir aber nicht unternommen, denn Sabine und ich haben uns mit aller Kraft gegen die Nebenwirkungen unserer Malaria-Prophylaxe (Lariam) gewehrt und letztendlich sind wir zum Entschluss gelangt, dass die Uebelkeit und alles was sonst noch dazu gehoert einfach mit uns leben muss und wir so weiter machen wie bisher. Mal sehen, ob sich dieses Lariam damit ueberzeugen laesst.
Den Ausflug, welchen Christine, Danila und Babsi dagegen am Samstag gemacht haben (sie waren bei irgendwelchen Wasserfaellen und haben geniale Fotos geschossen) werden wir ev. am Samstag nachholen, bevor Cheese hoffentlich mit unserer Salami, dem Kaese und dem Schwarzbrot auftaucht – ein neues Handy nicht zu vergessen :)
So, eigentlich war’s das schon wieder. Ich koennte zwar jedes Mal auch schreiben wie sehr wir uns ueber die Medico wundern oder auch aergern, aber das wuerde auch fad werden. Allerdings macht man sich so seine Gedanken, wenn man vom “Vertrauensarzt” der Medico zur Behandlung (ein ehem. Famulant hat was fuer seine Malaria gebraucht) die selbst in Kisten der Medico mitgebrachten Medikamente verabreicht bekommt und diese noch dazu verrechnet werden. Liebe Medico, wenn ihr das hier lest – “Hilfsorganisation” ist man nicht nur, damit man was im Lebenslauf stehen hat, man sollte sich auch hin und wieder mal fragen, was mit all dem passiert, was verschickt und verschenkt wird bzw. sollte man sich mal ueberlegen ob vielleicht die selbe Arbeit, Kraft und Energie nicht in einer bestehenden Organisation besser aufgehoben waere (auch wenn sich dies im Lebenslauf nicht ganz so gut macht)! Und vielleicht wuerde es helfen, wenn unsere Unterkunft mal wuesste, dass wir alle von der selben “Organisation” sind…
Tut leid, aber das hat mal raus muessen.
Nachdem ich jetzt berichtet, geschimpft und wieder geschwitzt habe, wuensche ich euch noch was,
Bernhard.